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Algorithmen verstehen, Menschen bewegen: Ein Modul der Kontraste.

  • Autorenbild: Elvira Tcurikova
    Elvira Tcurikova
  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit

Wusstet ihr, dass das Gesicht eines Menschen zu verschwimmen beginnt, wenn man ihm zwei Minuten lang wortlos in die Augen schaut? Oder dass man Ed Sheeran einfach fragen kann, wo die Toilette ist? Und übrigens: Darf man eigentlich eine Skate-Anlage direkt neben dem Louvre platzieren?




Mit solch kuriosen Fragen und spannenden Themen hat mich das dritte treibhaus-Modul in Dortmund ordentlich auf Trab gehalten. Ich weiß nicht, welcher dieser Punkte eure Neugier am meisten geweckt hat, aber lassen wir alles der Reihe nach angehen: von der geballten Innovationskraft der BOE-Messe über die glitzernde Nacht der BrandEx Awards bis hin zum intensiven Presentation-Coaching, bei dem wir gelernt haben, unsere Ideen mit echtem Rückgrat zu verteidigen.




Tag 01 BOE & BrandEx Der erste Tag startete direkt im Herzen der Branche: auf der BOE (Best of Events) in der Messe Dortmund. Es war ein echtes Spektakel für die Sinne – überall gab es etwas zu entdecken. Die Vielfalt der Aussteller war beeindruckend: von Musiker*innen, die für die richtige Stimmung sorgten, über edles Geschirr und Event-Zelte bis hin zu neuester Software für die digitale Event-Planung. Eins wurde schnell klar:


KI ist kein bloßes Buzzword mehr, sondern ein Werkzeugkasten, den wir als künftige Konzeptioner*innen beherrschen müssen.

Zwei Sessions haben dabei besonders Eindruck hinterlassen: Hannes SchwarmDas "AI Event Assistant Playbook": Hannes hat uns gezeigt, wie man KI nicht nur als Spielerei nutzt, sondern sie als festen „digitalen Mitarbeiter“ in den Workflow integriert.





Jens Polomski – "KI Tools im Marketing": Jens tauchte mit uns tief in die Werkzeugkiste ab. Hier ging es weniger um die bloße Verwaltung, sondern um die strategische Schlagkraft. Er präsentierte uns eine Auswahl an Tools, mit denen man Marketing-Kampagnen auf ein neues Level heben kann.



Tag 02 Event Tech Trends Am zweiten Tag tauchten wir mit Winni Petersmann, CEO von On the Rock und absoluter Tech-Enthusiast, tief in die Möglichkeiten moderner Event-Technologien ein. Winni zeigte uns eindrucksvoll, was seine Agentur bewegt und welche Tools heute schon zum Standardrepertoire gehören sollten.


Hier klärte sich auch das Rätsel um den Weltstar: In der modernen Welt ist es kein Problem, eine täuschend echte Hologramm-Version von Ed Sheeran (oder wahlweise Taylor Swift) für ein Event zu „buchen“. Ob für ein Selfie oder um kurz nach dem Weg zur Toilette zu fragen, die Grenzen zwischen Realität und digitaler Projektion verschwimmen hier komplett. Es war faszinierend zu sehen, welche Werkzeuge uns zur Verfügung stehen, um Erlebnisse zu schaffen, die früher unmöglich schienen.





Zurück zum Ich Presentation Skills im Dortmunder U


Nach so viel Technik wurde es im zweiten Teil des Tages sehr menschlich und intensiv. Wir starteten im beeindruckenden Dortmunder U in einen großen Block zur Verbesserung unserer Presentation Skills mit Deborah Beuerle und Sabine Mayer. Da unsere Gruppe sehr unterschiedlich ist und jeder seinen ganz eigenen Stil hat, fingen wir ganz vorn an, bei der Präsenz im Raum.


Die Kraft des Blicks: Angelehnt an die berühmte Performance von Marina Abramović übten wir uns darin, einer anderen Person zwei Minuten lang schweigend in die Augen zu schauen. Es ist erstaunlich (und ein bisschen beängstigend), wie sich die Wahrnehmung verändert und das Gegenüber plötzlich zu „verschwimmen“ beginnt.


Ein hartes, aber effektives Training für Fokus und Verbindung zum Publikum.



Systemische Aufstellung mit Figuren


Mit Methoden aus der Systemischen Therapie warfen wir einen Blick auf unser tägliches Arbeitsumfeld in den Heimat-Agenturen. Mit kleinen Figuren stellten wir unsere Positionen innerhalb unserer dortigen Teams auf. Warum? Um schwarz auf weiß zu sehen, welche Rollen wir im Arbeitsalltag wirklich einnehmen, wie die Dynamiken zu Kolleg*innen oder Vorgesetzten fließen und wie wir diese Erkenntnisse nutzen können, um in unseren Agenturen noch souveräner zu agieren.





Kunst als Pitch


Den Abschluss bildete eine „Ausstellungs-Exploration“. Wir suchten uns Werke in der Galerie aus und bereiteten ad hoc eine Präsentation vor. Das direkte Feedback von Debby, Sabine und der Gruppe war Gold wert, um die eigenen blinden Flecken beim Sprechen vor Menschen zu entdecken.





Tag 03 Präsentations- & Argumentations-Training Der finale Tag im Dortmunder Basecamp startete mit einem echten Adrenalinkick: PowerPoint-Karaoke. Das hat nicht nur unglaublich viel Spaß gemacht, sondern uns auch einiges abverlangt. Stell dir vor, du stehst vor der Gruppe und musst eine Präsentation zu Folien halten, die du in diesem Moment zum ersten Mal siehst. Es war die ultimative Übung in Sachen Schlagfertigkeit, Improvisation und Körpersprache, auch wenn es den einen oder anderen ordentlich Mühe gekostet hat.


Danach wurde es emotionaler und tiefergehender. Debby nahm uns mit in die Psychologie des Stress und erklärte uns seine Wurzeln. In intensiven Selbstreflexions-Übungen haben wir unsere eigenen Stärken und Schwächen unter die Lupe genommen. Ein besonders bewegender Moment war die Arbeit an der „Wand des Schmerzes“:


Wir schrieben all unsere beruflichen Ängste und Blockaden auf – um sie dann gemeinsam in eine „Wand der Ideen“ zu verwandeln.

Für jedes Problem und jede Angst fanden wir eine konstruktive Antwort. Das war ein extrem inspirierender Prozess, der uns als angehende Konzeptioner*innen sehr gestärkt hat.





Das Finale

Teamdynamik und der „echte“ Pitch


Zum Abschluss des Moduls wurde es noch einmal richtig praxisnah. In Gruppen wählten wir ein Event-Format und eine Marke aus und erarbeiteten eine Präsentation. Dabei lag der Fokus aber nicht nur auf der kreativen Idee, sondern vor allem auf der Kommunikation:


Wie interagieren wir als Team während der Präsentation?Wie souverän treten wir gegenüber Kund*innen auf? Wie reagieren wir auf Feedback und kritische Rückfragen?

Wir erhielten detailliertes Feedback von Debby und Sabine zu unseren Kommunikations-Skills, sowohl für die interne Teamarbeit als auch für das Auftreten nach außen.


Mein Fazit nach drei Tagen Dortmund: Wir verlassen das Modul mit rauchenden Köpfen, neuen Skills und der Erkenntnis, dass man selbst aus dem größten Stress kreatives Gold machen kann. Übrigens: Ob man nun wirklich ein Podium und eine Skate-Anlage direkt neben dem Louvre bauen darf, wissen wir immer noch nicht sicher. Falls jemand von euch Erfahrung mit solch verrückten Genehmigungen hat, schreibt uns!


Oder ich frage einfach ChatGPT, meinen persönlichen Assistenten.





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