Zwischen Schulterblicken und Blicken hinter die Kulissen

Es ist fast so weit: Wir hatten unser letztes Modul vor der Abschlussprüfung!

Dafür ging es für uns in die documenta-Stadt Kassel. Dort nutzten wir die Zeit, um intensiv an unseren Konzepten zu arbeiten und unsere Kund*innen besser kennenzulernen. Da bisher noch niemand von uns eine documenta besucht hatte, bot sich außerdem die Gelegenheit, ein Gefühl für die documenta und ihre besondere Atmosphäre zu bekommen.
Kunst, die nicht immer ist, was sie auf den ersten Blick scheint
Zunächst machten wir uns auf einen kleinen Spaziergang durch die Stadt und entdeckten dabei einige Kunstwerke vergangener documenta-Ausstellungen, die bis heute in Kassel geblieben sind. Mit dabei: ein ein Kilometer langer Stab, von dem an der Oberfläche lediglich eine fünf Zentimeter breite, runde Platte zu sehen ist. Außerdem ein Granitstein, der in einem täuschend echt aussehenden, abgestorbenen Bronze-Baum steckt, und eine übergroße blaue Spitzhacke, die wohl höchstpersönlich von Herkules ans Ufer der Fulda geworfen wurde.
Bei Kunst, genau wie bei neuen Konzept Aufgaben, ist eben nicht immer alles auf den ersten Blick erkennbar – und manchmal muss man erst einmal wissen, dass sich unter den eigenen Füßen noch 1000 Meter Stab verbergen.
Schulterblick: Wo stehen wir eigentlich?
Den Nachmittag nutzten wir zur Vorbereitung auf den Schulterblick am nächsten Morgen. Ob erste grobe Ansätze, eine Sammlung unterschiedlicher Ideen oder bereits ein mehr oder weniger fertiges Konzept: Jede Gruppe hatte die Gelegenheit, den aktuellen Stand ihres Projekts vorzustellen, Fragen zu stellen und Feedback einzuholen. Mit Unterstützung und Input von Debby und Sabine konnte jede Gruppe ihren Termin individuell gestalten und auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen.
Der Schulterblick am Freitagmorgen war für uns alle eine wertvolle Gelegenheit, die eigenen Gedanken zu sortieren, die Perspektive unserer Kundin besser zu verstehen und mit mehr Klarheit in die nächste Arbeitsphase zu starten.
Ein Blick hinter die Kulissen der documenta

Anschließend durften wir noch einen Blick hinter die Kulissen werfen. Im Archiv nutzten einige von uns die Gelegenheit, in der Geschichte der documenta zu stöbern. Von ihrer Gründung über ihr stetiges Wachstum bis hin zur Entstehung einzelner Kunstwerke gab es viel zu entdecken. Unter anderem erfuhren wir, wie der bereits erwähnte, ein Kilometer lange Stab seinen Weg in die Erde gefunden hat.
Ein spannender Einblick, der uns die documenta nicht nur als großes Kunstevent, sondern auch als gewachsene Institution mit einer langen Geschichte näherbrachte.
Außerdem erfuhren wir mehr über die International Friends der documenta. Der Verein unterstützt die documenta finanziell und kann sich darüber hinaus aktiv an ihrer Gestaltung beteiligen. Auch das war ein spannender Einblick in die Strukturen, die hinter einem solchen Großprojekt stecken. Vielleicht ergibt sich daraus ja sogar eine Möglichkeit, die International Friends in unsere Konzeptarbeit einzubeziehen.
Von Heinrich Heine bis zur deutschen Gegenwart
Nach einem Tag voller neuer Eindrücke ging es am Abend direkt weiter – diesmal ins Theater. Im Stück „Raststätte Jammertal“ am Staatstheater Kassel wurden Gedichte von Heinrich Heine neu interpretiert und in Bezug zur heutigen Situation in Deutschland gesetzt.
Mit viel Humor, aber auch einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik, wurden unterschiedliche Facetten Deutschlands beleuchtet. Ein Abend, der nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken anregte. Unser Kopf hatte also auch nach dem offiziellen Programm noch einiges zu tun.
Samstag: Zurück an die Konzepte!
Am Samstag stand dann wieder die Projektarbeit im Mittelpunkt. Nach einem kurzen Impuls von Debby und Sabine ging es zurück in die intensive Gruppenarbeit.
Dabei beschäftigten wir uns vor allem mit den Erkenntnissen aus dem Schulterblick:
Was nehmen wir aus dem Feedback mit? Was wollen wir verändern, was beibehalten? Welche neuen Ideen greifen wir auf und welche Darlings müssen doch dran glauben?
So konnten wir die Eindrücke und das Feedback direkt in unsere weitere Arbeit einfließen lassen und unsere Konzepte gezielt weiterentwickeln.
Nur zwei Wochen vor unserer Abschlusspräsentation gab uns dieses Modul ein letztes Mal neue Perspektiven, spannende Einblicke und kreative Denkanstöße – und damit jede Menge Stoff für die nächste Projektphase.
Jetzt heißt es: Ideen weiterdenken, Konzepte schärfen und die letzten Schritte bis zur Präsentation angehen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse!





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