Welche Führungsperson bin ich?Und wenn ja, wie viele?
- Gabriel Lenhardt

- vor 7 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Ein tieeefer Blick in das eigene Innere und diverse strategische Blicke auf das Außen. Modul 09 stand im Zeichen der Analyse des eigenen Denkens und der äußeren Umstände. Aufgeworfen wurde beispielsweise die Frage, ob echte Führungsqualität vielleicht, oder sogar vor allem im richtigen Selbstmanagement liegt.

Jazzunique Imprfct Space, Künster: Owi Mahn
Es gab es zukunftsorientierte Blicke auf die Branche, mit der Erkenntnis, dass nicht zuletzt klar sein muss: wo stehen wir gerade und wohin geht es für uns eigentlich genau? Für uns gab es lecker Wein im Hinterhof, unglaublich viele Einblicke in die eigenen Wertegrundsätze und den ersten strategischen Zugang mit dem Blick auf die immer näher rückende Abschlussarbeit. Aber starten wir bei Tag 01: Entschuldigen Sie bitte, wer führt hier eigentlich wen?
Tag 01 Creative Leadership Lab
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“
Viktor Frankl
Den Modul-Auftakt bereitete der Leadership-Workshop von Natascha Kneissl (Executive Leadership Coach). In didaktisch bemerkenswerter Wiese durften wir mit ihr Grundsätze für
Selbstmanagement, das Erkennen von Macht-Dynamiken und die Voraussetzungen für
einen besseren Team-Erfolg erarbeiten. Denn echte Führung bedeutet mehr als das Ausspielen eindimensionaler Autoritätshierarchien. Moderne Führung bietet Orientierung, steuert gewissenhaft und reflektiert sich selbst sowie das Team in Verhalten und Wirkung.
Ein Blick auf die Besetzung des Leadership Offices, das unseren eigenen Kopf als Bürofläche nutzt, sensibilisierte hier als erste Übung für den Weg, den unsere eigenen Entscheidungen nehmen und welche Motive und Charakterzüge sich in bestimmten Positionen oft unbewusst eine Vormachtstellung herausnehmen. Anschlussfrage: Dürfen die das einfach so?
„Aus großer Macht folgt große Verantwortung.“
Uncle Ben
Die Kernfrage, wie sich Macht und Autorität legitimieren, formte den zweiten zentralen
Block des Workshops. In der Beantwortung dieser Fragestellung zeichnet sich ab,
warum wir manchen Menschen lediglich folgen sollen und warum wir anderen gerade zu
folgen wollen. Wie sieht daraus folgend der eigene Prototyp an Führungsperson aus? Und in einem zweiten Schritt – kann ich diesen Prototypen selbst ausfüllen? Am Ende formt sich ein recht intuitives Bild, welches aufzeigt, dass wenn wir uns psychologisch sicher fühlen, die Arbeit im Team am besten funktioniert und wir in diesem Rahmen stetig weiter über unsere individuellen Grenzen hinaus wachsen dürfen.
Vormittag Tag 02 Lebenslinien und Konflikttransformation
Communication Skill Coaching
Gewaltfreie Kommunikation ist unbedingt wünschenswert, gleichermaßen aber eine
systematische Kompetenz, die es zu erarbeiten gilt. Im Communication Skill Coaching mit Sabine (CLO treibhaus & Creative Director LiveComm) übten wir die Trennung von Beobachtung und Bewertung anhand eigener Erfahrungswerte und Situationen mit dem Fazit: konkret sein hilft!
Auch der Analyse von Gefühlen und Bedürfnissen näherten wir uns durch schauspielerische Spitzenleistungen im Rollenspiel. Als Resultat war festzustellen, dass Wahrnehmung eben nicht mit Realität gleichzusetzen ist. Doch das ist in Ordnung, denn jeder trägt die eigene Brille aus Wünschen und Bedürfnissen, die es gilt zu verstehen. Denn am Ende finden wir die besten Lösungen in gegenseitiger Abhängigkeit doch zusammen.
Nachmittag Tag 03
Marken formen und Nischen finden
Agency Brand
In Ihrer Brand-Identity Session führte Evelin Otterbein (Head of Creative) durch die Entstehung der Host-Agentur Jazzunique. Hierbei zeigte sie, wie sich die Positionierung der Agentur im
Eventgeschehen aufgebaut hat und an welchen Punkten bewusste Key Features und
Dienstleistungen der Agentur in den Vordergrund gestellt wurden. Wir selbst wurden anschießend in das Horrorszenario eines zurückgehenden Kundenstamms der heimischen Agentur geworfen (let´s hope not). Auf dieser Basis wurden einzelne Konzepte entwickelt, um die Kernwerte und Highlight Features einer jeden Agentur hervorzuheben. Dies führte zu Konzepten für interaktiven Sportevents, einem Kreativlabor, Ultra Fine Dining und vielem mehr. Die Agenturwelt ist gerettet!
Bankenzentrum, Multi-Kulti, hessische Lebensfreude
Frankfurt aber immersiv
In der immersiven Edutainment-Vanue “Frankfurt: City of WOW!” durften wir durch museale und inszenatorische Elemente die Hosting-City unseres treibhaus Moduls besser kennenlernen. Baugeschichte wurde haptische an Interaktionsstationen erzählt. Licht und Sound-Installationen katapultierten Besuchende zurück auf den Höhepunkt der Frankfurter Underground-Club-Ära und ein immersiver 360-Grad Raum führte durch die gesamte
Frankfurter Stadtgeschichte.
Ist das Strategie oder kann das Weg?
Strategy Workshop
Als Abschluss des Moduls führte Ralph Schneider (Markenberater, Moderator und Mentor) durch seinen Strategy Workshop. Auch hier gilt: gelernt ist gelernt. Denn Strategie kann laut Ralph als Plan begriffen werden, um vom Status quo effizient zur Zielsetzung zur gelangen. Oder anders gesagt:
„Die Strategie ist ein Satz von Regeln, deren Beachtung die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines gewünschten Ereignisses erhöht.“
Spieltheorie
Also wurden wir durch den Fahrplan einer Markenstrategie geführt, um anschließend
selbst einen ersten Strategieentwurf für unsere Abschlussarbeit anzudenken.
Spannend, was das wohl wird? Am Ende stand hier abermals die Erkenntnis, dass ein gut durchdachtes und sauber ausformuliertes Creative-Brief von essenzieller Wichtigkeit ist und die weitere und zielgerichtete Arbeit ungemein begünstigt.
Fazit
Voller Kopf und volles Herz.
Ein durchaus intensives treibhaus liegt hinter uns und es gilt einen Dank an unsere Dozierenden auszusprechen. Sie haben es geschafft Intuitionen, ein Bauchgefühl und Ahnungen, wie es sein sollte, klar und konkret mit Struktur und Namen zu versehen. Wir durften in einem sicheren und ungemein schätzenswerten Rahmen an unserem Selbst und unserem Konzeptionshandwerk schrauben. Gleichzeitig zogen die drei Tage unglaublich fix ins
Land. Daher nochmals einen Riesen-Dank für ganz viel „practice as you preach“!


































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